Kratzbaum selber bauen – Lohnt sich das?

Kratzbaum selber bauen – Lohnt sich das?

Kratzbaum selber bauenKratzbäume und Kratzmöbel einfach selber bauen

Wer sich an den Kratzbaum-Modellen im Zoofachhandel sattgesehen hat und lieber etwas eigenes und individuelles für seine Stubentiger anfertigen möchte, der kann sich auch selbst ans Werk machen und einen individuellen Kratzbaum selber bauen.

Kratzbäume selbst gebaut

Mit etwas handwerklichem Geschick und den richtigen Materialien kann so schnell ein schickes Katzenparadies erschaffen werden. Ein selbst gebauter Kratzbaum ist etwas ganz besonderes und gar nicht mal so schwer zu realisieren wie man vielleicht denkt. Im Handel gibt es für Kratzbäume im Eigenbau reichlich Materialien, Elemente und Katzenzubehör zu kaufen. Bewaffnet mit dem richtigen Materialien und Kratzbaumelementen, sowie dem passenden Werkzeug und einer Bauanleitung gelingt es jedem Hobby Heimwerker ein individuelles Möbel zum Kratzen und Klettern für die Mieze nach eigenen Vorstellungen zu basteln.

Trotzdem sollten Neulinge in diesem Bereich einiges beachten, damit der Stubentiger auch lange Spaß an seinen neuen Kratzmöbeln hat. Bereits fertige gute Bauanleitungen oder ein Ratgeber Video helfen dabei sehr gut weiter, insbesondere wenn man noch nie ein Katzenbaum selber gebaut hat.

Doch für wen macht der Eigenbau von einem Kratzbaum überhaupt Sinn? Und wer sollte sich den Katzenbaum doch lieber im Fachhandel kaufen?

Pro und Contra: Katzenbäume im Eigenbau

Das spricht für einen Eigenbau

  • Der Kratzbaum kann der Inneneinrichtung und den Bedürfnissen individuell angepasst werden
  • geringere Kosten für das Material als beim Kauf eines kompletten Katzenbaums im Fachhandel
  • Anfertigung von individuell und bedarfsgerechten Kratzbäumen
  • handwerkliches Geschick und Erfahrung mit Holzarbeiten sind vorhanden
  • Erweiterbarkeit kann eingeplant werden
  • der Spaß am Heimwerken

Das spricht gegen eine Eigenanfertigung

  • Hoher Arbeitsaufwand
  • bei fehlendem handwerklichen Geschick ist der Kauf im Fachhandel immer vorzuziehen
  • wer das passende Werkzeug nicht bereits parat hat, für den lohnt es sich auch eher nicht
  • es gibt im Handel mittlerweile so viele verschiedene Modelle und Größen, dass nicht immer einen Eigenanfertigung lohnt

Nützliches Zubehör für den Kratzbaumbau

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Kratzbaum selber bauen – 1. Schritt: Kratzbaum planen!

Wer einen Kratzbaum selber bauen möchte, der sollte schon ein wenig handwerkliches Geschick mitbringen. Schließlich sollte der Baum nicht nur schön aussehen, sondern auch stabil genug sein, damit sich die Katze nicht verletzten kann. Selbstverständlich muss dabei niemand ein Profi Heimwerker sein, aber der Umgang mit dem geeigneten Werkzeug und auch Holz sollte einem nicht Fremd sein. Wer seine Talente eher nicht dort sieht und für den schon der Zusammenbau eines Ikea Regals eine enormen Herausforderung bedeutet, der sollte aber lieber die Finger von einem selbstgebauten Kratzbaum lassen.

Kratzmöbel: Worauf bei der Materialwahl achten?

kratzbaum selber machen

Im nächsten Schritt sollte man sich Gedanken über die passenden Materialien machen. Bei Katzenkratzbäumen hat man die Wahl zwischen der klassischen Form, die mit Materialien aus dem Baumarkt angefertigt wird und zwischen Naturkratzbäumen. Wie der Name schon vermuten lässt, werden beim Naturkratzbaum Materialien aus der Natur verwendet, zum Beispiel in Form von Teilen des Geästs eines gefällten Baumes, sprich Naturholz. Allerdings ist diese Variante deutlich schwieriger und sollte nur von Profis in Betracht gezogen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Kosten. Grundsätzlich sind Kratzbäume, die in Eigenregie angefertigt werden, deutlich günstiger als die fertigen Modelle aus dem Fachmarkt, wenn man die dafür aufgewendete Arbeitszeit mal nicht einrechnet.

Ganz wichtig ist außerdem, dass nur Klebematerialien (z.B. für den Plüschbezug) verwendet werden, die für die Katze ungiftig sind. Das ist insbesondere beim Bekleben der Stufen mit Stoffen oder Teppichresten wichtig. Auch abstehende Nägel oder Schrauben sollten unbedingt vermieden werden, da sonst ein hohes Verletzungsrisiko besteht. Des Weiteren ist die Standfestigkeit wichtig, damit der Katzenkratzbaum nicht umkippen kann, wenn sich die Katzen später daran austoben. Hier ist es wichtig einen guten Schwerpunkt zu finden. Es nutzt nichts, wenn der selbstgebaute Katzenbaum schick aussieht, aber der Schwerpunkt zu weit oben liegt, so dass der ganze Baum beim ersten beherzen sprung der Katze gleich umfällt. Sorgen Sie also bei der Planung als erstes für einen stabilen und standfesten Sockel. Im Internet gibt es zahlreiche Bauanleitungen, welche man als Inspiration nehmen kann. Sollte es sich nicht vermeiden lassen, dass der Schwerpunkt eher ungünstig ist, planen Sie eine alternative Befestigung ein. Entweder an der Wand oder als Deckenspanner. Auch hierzu gibt es die eine oder andere Anleitung im Web.

Katzenkratzbäume: Welche Materialien werden benötigt?

Die Bodenplatte

Das Fundament bildet bei Kratzbäumen immer die Bodenplatte und die Liegefläche. Hier sind Spanplatten, die im Baumarkt erhältlich sind, zu empfehlen. Diese Platten können dann später mit Plüschstoff oder Teppichresten bespannt werden. Wer es hochwertiger mag, kann auch zu Echtholz-Platten greifen. Das hängt immer vom persönlichen Geschmack ab.

Die Stoffe/Teppiche

Für die Befestigung des Stoffes eignet sich ein Tacker oder ein spezieller (ungiftiger!) Kleber. Wer es seiner Katze besonders gemütlich machen möchte, der kann die Platten auch noch mit etwas Schaumstoff aufpolstern. Da Katzen den Kratzbaum nicht nur zum Kratzen, Spielen und Toben, sondern auch gerne für ein sicheres Nickerchen benutzen, macht eine schön kuschelig und bequeme Ebene sicher Sinn.

Kant- oder Rundhölzer

sisalstammDer nächste wichtige Bestandteil sind die Stämme, die später mit Sisalseil umwickelt werden. Hier sind Kant- oder Rundhölzer zu empfehlen, die es in unterschiedlichen Längen und Dicken gibt. Wichtig: Je höher der Kratzbaum werden soll, desto größer sollte der Durchmesser der Stämme sein, damit ausreichend Stabilität gewährleistet werden kann. Bei der Wahl des Holzes unbedingt nicht imprägniertes und generell unbehandeltes Holz verwenden. Im Fachhandel gibt es entweder die „nackten“ Hölzer welche erst mit Sisalseil umwickelt werden müssen oder aber bereits fertig umwickelte Stämme. Bei noch nicht umwickelten Hölzern hat man den Vorteil, dass man die Längen individuell zusägen kann, während das bei den fertigen bereits mit Sisal umwickelten Stämmen nur bedingt möglich ist.

Sisalfasern

sisalseilDamit sich die Katze ihre Krallen am Kratzbaum schärfen kann, wird noch Sisalseil benötigt. Diese Seile sind zum Beispiel im Internet oder im Zoofachhandel erhältlich. Alternativ werden im Baumarkt aber auch im Teppich-Fachhandel oft Sonderangebote an Restposten im Bereich Sisal- und Velours-Teppiche angeboten. Trotzdem sollte man hier auf eine gute Qualität achten, damit die Teppiche länger haltbar sind. Selbstverständlich kann man auch andere Materialien verwenden. Sisalfasern haben sich aber im Laufe der Zeit als das beste Material für den Zweck erwiesen. Es ist wirklich sehr robust und für die Katze nicht schädlich.

Zubehör

Wer seinen Kratzbaum selbst gebaut hat und ihn noch mit weiteren Extras versehen möchte, der kann auch Fertig-Zubehör in Form von Liegemulden, Spielzeug oder Kletterseilen in zahlreichen Online-Shops kaufen.

Bauanleitung für Kratzbäume: Wichtige Tipps

Wer den Kratzbaum selbst bauen möchte, sollte zunächst eine Skizze anfertigen. So kann man sich nicht nur ein genaues Bild verschaffen, sondern auch direkt sehen welche Materialien benötigt werden. Das Internet hält bereits zahlreiche Tipps und Anregungen, sowie Anleitungen parat (z.B. Bauanleitung bei Heimwerker.de oder verschiedene Kratzbaum Anleitungen bei selbst.de)

  • Wie viele Stämme werden benötigt
  • Wie viele Ebenen sind eingeplant
  • Soll es eine oder mehrere Höhlen geben
  • usw.

Sind alle Materialien vorhanden, besteht der erste Schritt darin die Sisalstämme anzufertigen und die Bodenplatte mit Stoffresten zu versehen. Anschließend beginnt man mit dem Zusammenbau der Boden-und Stufenplatten. An der Bodenplatte werden die Stämme mit Holzschrauben und Unterlegscheiben befestigt. Wer es besonders stabil möchte, sollte noch zusätzlich Metallwinkel als Verstärkung benutzen. Befestigungsmöglichkeiten für eine Befestigung an der Wand sind auch nicht verkehrt, aber nicht zwingend. Im nächsten Schritt werden dann die Stufen, sprich die Liegeflächen, nach dem selben Prinzip befestigt. Versehen werden kann der Kratzbaum auch mit Kuschelhöhlen aus Holzplatten, die genauso wie die Liegeflächen mit Stoff bespannt werden. Für noch unerfahrene Heimwerker eignet sich zudem eine detaillierte Anleitung, die den Einstieg erleichtert.

Kratzmöbel: Die Materialien im Überblick

  • Spanplatten/Echtholz
  • Werkzeug: Schraubenzieher (Akku-Bohrer), Tacker, Bohrmaschine, Hammer etc.
  • Stoff- oder Rest vom Teppich
  • Sisalseil
  • Kant- oder Rundhölzer (unbehandelt)


Sehr schönes Youtube Video: Katzen Kratzbaum selber bauen von DieTueftler.

Auch wenn das Angebot an neuen fertigen Kratzbäumen mittlerweile so  umfangreich ist, dass es vermutlich den Großteil an Bedürfnisse bereits abdecken sollte, so ist ein selbst gebauter Kratzbaum sicher für den Katzenhalter und auch für die Mieze etwas ganz besonderes, nicht zu vergessen der Stolz des Heimwerkers über die Eigenanfertigung und die wunderbare Befriedigung wenn das Kätzchen ihren neunen Katzenbaum annimmt und innig liebt. Andere Beweggründe sind aber auch, ein individuelles Möbelstück für die Katze zu schaffen, welches sich perfekt in die Wohnung und dem anderen Inventar einfügt. Noch andere wiederum haben einfach Freude daran, etwas selbst zu bauen. Ein Kratzbaum selber bauen macht definitiv  Spaß.

Ganz egal was Ihre Beweggründe dafür sind einen Kratzbaum selbst zu bauen, wir wünschen Ihnen viel Erfolg und gutes gelingen.

Fotos: 123RF Stock Photo, Billionphotos.com, Amazon.de

 

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