Zwei Katzen aneinander gewöhnen mit diesen Tipps

Wer nur eine Katze hält, der hat auch nur halb so viel Spaß – das würden zumindest jene Katzenbesitzer sagen, die gleich zwei Stubentigern ein Zuhause schenken. Viele Gründe sprechen dafür, Katzen nicht alleine zu halten. Trotzdem ist es oftmals nicht möglich, die Katzen aus dem gleichen Wurf oder als bereits bestehendes Paar anzuschaffen.

In diesem Fall müssen zwei Tiere aneinander gewöhnt werden, die sich bisher nicht kannten. Das kann dann gut funktionieren, wenn sich verantwortungsvolle Halter an die folgenden Tipps und Ratschläge halten.

Auf die Wahl der Katzen achten

Bei den Vierbeinern ist es ein wenig wie bei uns Menschen: Nicht jede Katze kann jede andere Katze oder einen Kater gleich gut leiden. Deshalb sollten Besitzer von Anfang an darauf achten, dass die Rahmenbedingungen stimmen. Während zum Beispiel Kater für ihr Leben gerne raufen, sind Kätzinnen eher ruhiger veranlagt und spielen auf eine sanftere Weise. Deshalb ist es ratsam, zwei Tiere des gleichen Geschlechts anzuschaffen – zumindest, wenn es sich um junge Katzen handelt. Keinen Sinn ergibt es hingegen, zwei unkastrierte, männliche Tiere zusammen halten zu wollen. Hier sind Revierkämpfe vorprogrammiert!

Nicht nur das Geschlecht ist ausschlaggebend, sondern auch der individuelle Charakter und das Alter. Wer eine ausgewachsene oder gar eine ältere Katze besitzt, der sollte sich kein junges Kätzchen ins Haus holen. Erstens kann das viel Stress für die ruhige, ältere Katze bedeuten und zweitens wird das junge Kätzchen viel besser ausgelastet, indem es mit seinesgleichen spielen, raufen und jagen kann.

Je besser die Charaktere der beiden Katzen zusammenpassen, desto eher besteht die Chance, dass die beiden Stubentiger Freunde fürs Leben werden.


Daher gilt die Faustregel: Bei der Anschaffung eines zweiten Tieres müssen sich Besitzer am Charakter der alteingesessenen Katze orientieren. Sowohl die Pfleger im Tierheim als auch Züchter können Auskunft über das Wesen einer Katze erteilen.


Vorbereitungen treffen

Bevor die zweite Katze oder beide Katzen gleichzeitig in die Wohnung einziehen, sollte für alles gesorgt werden. Im Prinzip müssen alle wichtigen Artikel gleich in zweifacher Menge angeschafft werden. Sollen sich zwei unbekannte Katzen einen Kratzbaum, den Futternapf oder das Katzenbett teilen, ist Streit vorprogrammiert. Deshalb sollten Besitzer pro Katze mindestens ein Katzenklo anschaffen und diese beiden Klos in einer ausreichend großen Entfernung voneinander aufstellen.

Für jede Katze eine Katzentoilette aufstellen

Zuletzt aktualisiert am 2021-11-29 um 3:50 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Für jede Katze einen Kratzbaum oder einen ausreichend großen Katzbaum wählen

Wer keine zwei Kratzbäume aufstellen möchte, der kann sich vor dem Einzug der neuen Katze ein größeres Modell gönnen. Hier findet sich genug Platz, dass sich die Stubentiger in der Anfangsphase und auch später aus dem Weg gehen können.

Zuletzt aktualisiert am 2021-11-29 um 3:50 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Der große Tag des Einzuges

2 Katzen aneinander gewöhnen
Zwei Katzen – ein Herz und eine Seele – So gelingt die Eingewöhnung und Frust und Ärger. Symbolfoto: Von Xeniya Butenko/Shutterstock.com

Es bietet sich an, einen separaten Raum für die zweite Katze herzurichten, bevor diese eintrifft. Viele Samtpfoten reagieren überfordert, wenn sie sofort Zugang zur gesamten Wohnung oder gleich einem ganzen Haus haben. Zudem kann es beim ersten Zusammentreffen der beiden Katzen zu einer Auseinandersetzung kommen. Falls Besitzer die Tiere trennen müssen, kann die neue Katze kurzerhand in den vorbereiteten Raum gebracht werden. Diese sollte mit Futter, Wasser und einer Möglichkeit zum Zurückziehen und Ausruhen ausgestattet sein.

Je nach Charakter der neuen Katze sollte der Stubentiger erst einmal nur im separaten Zimmer bleiben, bis er sich an die neuen Geräusche und Gerüche gewöhnt hat. Manche Tiere möchten sich in Ruhe vom transportiert erholen und sollten sich zudem an den neuen Besitzer gewöhnen. Erst wenn das Tier den Eindruck erwacht, dass es sich erholt hat, darf es den Rest der Wohnung erkunden und die alteingesessene Katze kennenlernen.

Aller Anfang ist schwer

Gerade die ersten Tage stellen eine große Herausforderung an Tiere und Halter dar. Um die Katzen ständig beobachten zu können, sollten sich Halter freinehmen oder ein Familienmitglied mit dem Beobachten beauftragen. Sollte es zu einer Auseinandersetzung kommen, kann der Verantwortliche sofort einschreiten, um Schlimmeres zu verhindern.

Sofern sich die neue Katze noch im separaten Zimmer befindet, hat das zweite Tier den Einzug ganz sicher mitbekommen. Katzen haben einen stark ausgeprägten Geruchssinn und nehmen andere Katzen daher sofort wahr. Wenn Besitzer das Gefühl haben, die neue Katze ist noch nicht so richtig im neuen Zuhause angekommen, sollten die Türen dennoch geschlossen bleiben. Je länger sich die Tiere bereits an den Geruch des anderen gewöhnt haben, desto einfacher kann die Zusammenführung klappen. Wer an dieser Stelle gerne nachhelfen möchte, der kann zum Beispiel die Näpfe oder Katzenbetten nahe der Tür positionieren. So riechen und hören sich die Katzen auf jeden Fall und gewöhnen sich langsam an die Anwesenheit.

Ausreichend Katzennäpfe bereithalten

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Wenn alle Betroffenen entspannt sind, kann das aktuelle Revier getauscht werde. Die alte Katze kommt in das separate Zimmer, während die neue Katze in aller Ruhe den Rest der Wohnung kennenlernt. Anschließend wird erneut getauscht.

Das erste Aufeinandertreffen der Katzen

Wann genau die Katzen sich das erste Mal gegenübertreten sollten, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Handelt es sich um ruhige, unkomplizierte oder ältere Tier, welche andere Katzen gewohnt sind, reichen ein bis maximal zwei Tage aus. Wenn die Katzen ohnehin unruhig wirken und sich noch nicht so recht an den Geruch des neuen Bewohners gewöhnt haben, sollte länger gewartet werden. An dieser Stelle ist das Feingefühl des Besitzers gefragt.

Bevor die Katzen ganz ohne eine Barriere aufeinandertreffen, sollte erst einmal nur der Blickkontakt erfolgen. Das lässt sich zum Beispiel mit einem Gitter im Türrahmen realisieren. Wer sich kein Gitter anschaffen möchte, kann auch die Tür nur einen Spalt öffnen und einen Türstopper einsetzen.

Schnell stellt sich heraus, ob sich die beiden Katzen auf Anhieb gut leiden können oder es zu Auseinandersetzung kommen wird. Falls sich die Tiere nach dem ersten Sichtkontakt anfauchen, muss das allerdings nicht per se schlecht sein. Manche Katzen werden nach der ersten vermeintlich groben Begrüßung dennoch zu Freunden. Ein sanfter Hieb mit der Tatze, der typische Katzenbuckel und leises Fauchen sind Reaktionen, die vollkommen natürlich sind. Halter sollten sich nicht sorgen, solange es nicht zu einem ernsten Gerangel kommt.

Wer bemerkt, dass sich die Katzen friedlich beschnuppern oder freundlichen maunzen, der kann die Tür langsam öffnen. Was dann passiert, kann nur noch bedingt vom Halter beeinflusst werden. Meistens werden die Katzen sich erst einmal aus der Ferne mustern und erst nach und nach direkt aufeinander zu gehen. Es kann sein, dass die Katzen beim ersten Aufeinandertreffen friedlich reagieren, im Laufe der Zeit aber trotzdem der eine oder andere Streit entsteht. Auch das ist vollkommen normal. Die Katzen müssen die Rangordnung und die Revierverhältnisse klären. Hier zu früh dazwischen zu gehen, kann eher kontraproduktiv wirken oder das Kennenlernen unnötig verlängern.

Wenn es zu Problemen beim Kennenlernen kommt

Leider klappt die Zusammenführung zweier fremder Katzen nicht immer auf Anhieb. Erfahrene Besitzer sehen recht schnell, ob sie einschreiten müssen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Katze permanent eingeschüchtert wird und nicht dazu kommt, sich zur Wehr zu setzen. Besonders aufmerksam müssen Besitzer sein, wenn eines der beiden Tiere noch sehr klein oder alt ist. Aufgrund der ungleichen Kraftverhältnisse muss das schwächere Tier geschützt werden, indem allzu rabiate Tiere voneinander getrennt werden.

Es kann auch passieren, dass mehrere Anläufe nötig werden, um die Katzen aneinander zu gewöhnen. In diesem Fall müssen Halter viel Geduld aufbringen und sollten nicht zu schnell aufgeben. Manchmal hilft es, wenn sie Katzen mit einem Spielzeug oder mit einem Leckerchen abgelenkt werden. Manche Halter greifen zu einem Pheromonspray, welches auf sanfte Weise beruhigend auf Katzen wirkt.

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Zuletzt aktualisiert am 2021-11-29 um 3:49 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Bleiben die Problem langfristig bestehen, kann ein erfahrenere Außenstehender eventuell helfen. Hier kommen nicht nur Tiertherapeuten, sondern auch Trainer oder Tierheilpraktiker infrage. Diese können recht schnell sehen, ob es noch eine reale Chance gibt, die beiden Tiere aneinander zu gewöhnen.

Stellt sich heraus, dass sich die Katzen einfach nicht verstehen und auch mit Geduld und Zuwendung nicht beizukommen ist, müssen Halter eine Entscheidung treffen. Es gibt durchaus Tiere, die lieber alleine leben und sich gerade im Alter nicht mehr an eine zweite Katze gewöhnen lassen. Das sollte der Katze zuliebe erkannt und akzeptiert werden. Manchmal harmonieren zwei Katzen einfach nicht; dann sollte ein Geschwisterchen aus dem gleichen Wurf vorgestellt oder eine andere Katze aus dem Tierheim geholt werden, mit der es besser klappt.

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