Katze kratzt an Möbeln – Was kann ich tun?

Wie man der Katze das Kratzen an Möbeln abgewöhnen kann

Wer sich eine Katze anschafft, die noch jung ist oder noch keinerlei Erziehung genossen hat, der wird sich mit dem natürlichen Trieb dieses Tieres beschäftigen müssen: dem Kratzen. Katzen nutzen ihre Krallen für ihr Leben gerne. Wenn Sie diese Krallen allerdings an den Möbeln oder an Tapeten wetzen, verstehen die meisten Tierhalter kein Spaß mehr. Mit den folgenden Tipps kann es gelingen, die Katze zu erziehen und ihr das Kratzen abzugewöhnen.

Kratzen als natürliches Verhalten

Katze kratzt an Polstermöbel
Kratzt die Katze an teuren Polstermöbel? Mit diesen Tipps gewöhnt man der katze dieses ungewollte Verhalten möglichst ab – Symbolfoto: Von Africa Studio /Shutterstock.com

Besitzer sollte sich immer einen wichtigen Punkt vor Augen führen: Das Kratzen gehört zum natürlichen Verhalten der Katze. Es dient einerseits zur Krallenpflege und sorgt zudem dafür, dass sich die Katze wohlfühlt und zum Beispiel Stress abbauen darf. Genau aus diesem Grund sollte das Kratzen dem Tier nicht vollständig abgewöhnt werden. Es geht lediglich darum, dass die Katze genau weiß, wo sie die Krallen nach Lust und Laune wetzen kann. Es wäre ohnehin nicht so einfach möglich, den Tieren das Kratzen vollständig zu verbieten. Wer seine Katze liebt, der wird das also gar nicht erst versuchen, sondern das natürliche Verhalten akzeptieren, fördern und lenken.

Wichtig zu wissen: Katzen, welche nur in der Wohnung gehalten werden, kratzen häufiger und intensiver an Möbeln als Freigänger. Das liegt daran, dass die Katzen erstens mehr Beschäftigung in den vier Wänden des Besitzers suchen und zweitens die Krallen weniger effektiv beim Laufen im Freien abnutzen. Ebenfalls kann im freien auch der nächste Baum zum kratzen genutzt werden, was in der Wohnung dann halt das Sofa oder die Tapete oder andere Möbelstücken sind.

Der Kratzbaum als wichtiges Instrument zur Erziehung

Wenn die Katze nicht mehr an Möbeln kratzen soll, dann benötigt sie einen adäquaten Ersatz. Hier kommt ein hochwertiger Kratzbaum infrage, den es heutzutage in alle möglichen Ausführungen, Formen und Größen entweder online oder im lokalen Handel gibt. Sofern mehr als eine Katze gehalten wird, sollte der Kratzbaum entweder sehr groß sein oder es werden gleich zwei Modelle angeschafft, damit jedes Tier auf seine Kosten kommt.

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Ein guter Kratzbaum bewahrt die eigenen Möbel meisten vor Kratzattacken
Ein guter Kratzbaum bewahrt die eigenen Möbel in vielen Fällen bereits wirksam vor Kratzattacken und spontanem “Vandalismus” des Stubentigers. Symbolfoto: Von Evdoha_spb /Shutterstock.com

Beginnt die Katze damit, an einem Möbelstück zu kratzen, sollten die Besitzer das sofort mit einem bestimmten “Nein” kommentiere. Damit das gelingt und die Katze nicht unbeaufsichtigt an Möbel kratzt und sich das Verhalten somit festigt, müssen Besitzer die Katze genau beobachten. Wer sich eine Katze erst kürzlich angeschafft hat, sollten in den ersten Wochen nach deren Einzug ruhig die Zeit investieren.

Es lohnt sich, wenn die Katze gerade am Anfang genau beobachtet wird, damit das Fehlverhalten sofort entdeckt und im Keim erstickt wird. Beobachten die Besitzer wiederum, dass die Katze sich am eigens zur Verfügung stellten Kratzbaum betätigt, kann das Tier gelobt werden.

Wichtig ist, dass das Lob oder der Tadel immer unmittelbar geschieht. Ansonsten kann das Tier die Reaktion der Menschen und seiner eigenen Tat nicht mehr in Verbindung bringen. Das wäre fatal für die Erziehung der Katze. Je nach Charakter des Tieres, ist es entweder möglich, dass das Tier nur durch die Stimme oder alternativ mit einem Leckerli oder einer Streicheleinheit gelobt wird. Der Tadel darf selbstverständlich nur durch die Stimme erfolgen; körperliche Züchtigung ist bei der Erziehung eines Tieres generell tabu!

Konsequenz als das A und O bei der Katzenerziehung

Nur wer konsequent handelt, sorgt dafür, dass die Katze das eigene Handeln und die neu aufgestellten Regeln nachvollziehen kann. Nur wenn die Regeln klar gesetzt werden und jederzeit gelten, sind die Tiere auch bereit dazu, sich ihnen unterzuordnen. Jeder kennt das: In der Wohnung befindet sich noch ein Möbelstück, dass man ohnehin irgendwann aussortieren will und bei welchem ein paar Kratzer oder Macken nicht stören. Das Bekratzen durch eine Katze muss hier dennoch tabu sein. Das Tier wird es nicht verstehen, wenn es heute zwar am alten Sessel die Krallen wetzen darf, morgen jedoch das Designsofa tabu ist. Die Katze würde hier keinen Unterschied erkennen und die Regel folglich gar nicht oder nur schwer erlernen.

Alternativen schaffen

Zerkratztes Sofa
Das zerkratze Sofa ist ein Anblick, den viele Katzenbesitzer und besonders die neuen unter uns, allzu schmerzlich kennen. Zerkratze Möbel sind aber längst kein Umstand mit denen man sich abfinden muss – Symbolfoto: Von RJ22 /Shutterstock.com

Neben der Konsequenz ist es wichtig, dass den Katzen eine Alternative angeboten wird. Wie oben bereits erwähnt, ist die Anschaffung von einem ausreichend großen und stabilen Kratzbaums ein absolutes Muss für neue Katzenhalter. Nicht selten kratzen Katzen deshalb an Möbeln, weil ihnen ganz einfach langweilig ist. Das gilt insbesondere für Samtpfoten, welche sich ausschließlich in der Wohnung aufhalten dürfen. Hier liegt es in der Verantwortung des Besitzers, dass die Katze beschäftigt wird. Manche Katzen kratzen schlicht, weil sie keine andere Möglichkeit zur Beschäftigung haben. In diesem Fall sollte der Besitzer entweder selbst öfter mit dem Tier spielen, oder eine zweite Katze anschaffen.

Damit die Möbel möglichst unattraktiv auf das Tier wirken, kann der Katzenbesitzer das Mobiliar modifizieren. Stellen, die bisher besonders gerne durch die Katze bearbeitet wurden, können zum Beispiel mit Klebeband abgeklebt werden. Diese hat einen rutschige, glatte Oberfläche und ist damit maximal uninteressant für Katzen, die gerne kratzen wollen. Natürlich bleibt die Folie nur vorübergehend und wird abgenommen, sobald eine Katze die neuen Regeln kennt und einhält. Ist Material nicht rutschig, dafür aber weich, mögen Katzen diese Oberfläche ebenfalls nicht zum Kratzen. Das Präparieren mit festgeklebter Watte bietet sich daher ebenfalls an.

Katze genau beobachten

Generell kann vermehrtes Kratzen ein Zeichen für Stress sein. Befindet sich die Katze schon länger in einem Haushalt und das Problem mit dem Kratzen an Möbeln tritt erst sei Kurzem auf, kann Stress oder Angst die Ursache sein. Um das herauszufinden, sollten Besitzer die Katze genau beobachten und auf Veränderungen im Verhalten achten. Sofern das Tier durch einen Hund, eine zweite Katze oder ein Mitglied des Haushalts bedrängt wird, muss das sofort geändert werden.

Wer mitsamt einer Katze umzieht oder beispielsweise ein neues Haustier in den eigenen Haushalt integriert, der sollte Geduld mit der Katze haben. Die Samtpfoten sind sensibel und kommen meistens schwer mit Veränderungen klar. Wer der Katze allerdings genug Zeit gibt, sich an die neue Situation zu gewöhnen, der hat die besten Chancen, dass die Katze sich bald wieder beruhigt. In diesem Fall wird sich auch das Kratzen von ganz alleine wieder geben. Solange sollten die Möbel präpariert und die Katze beaufsichtigt werden.

Umfeld der Katze prüfen

Oftmals haben sich Katzenbesitzer bereits einen Kratzbaum angeschafft und die Katze kratzt trotzdem immer noch lieber an den Möbeln. In diesem Fall sollte man versuchen, einen neuen Standort für den Kratzbaum zu finden. Vielleicht steht das Teil an einer Stelle, an welcher das Tier nicht zur Ruhe kommt. Viele Katzen mögen es zum Beispiel nicht, wenn sich der Kratzbaum mitten im Wohnzimmer oder gar im Flur befindet. Stattdessen sollte der Kratzbaum in einer Ecke stehen, in welcher sich die Katze in Ruhe mit dem Kratzen, Spielen du Ausruhen beschäftigen kann, ohne sich dabei von einem anderen Mitglied des Haushaltes gestört zu fühlen.

Natürlich sollte der Kratzbaum zwar geschützt, aber dennoch an einer zentralen Stelle in der Wohnung stehen. Wer sich dafür entscheidet, den Kratzbaum in einem Raum zu platzieren, der nicht mehr oder nur selten genutzt wird, der darf sich nicht wundern. Hier wird sich auch die Katze nicht wohlfühlen und den Baum entsprechend nicht verwenden. Nimmt die Katzen den Kratzbaum trotz des Standortwechsels nicht an, sollten Besitzer das Geld in ein neues Möbelstück speziell für Katzen investieren. Nicht jedes Tier mag jede Art des Kratzbaumes gleich gerne. Manchmal muss man als Halter erst einmal herausfinden, welche Art, Form und Größe die eigene Katze am liebsten mag. Abstand nehmen sollten Halter von gebrauchen Kratzbäumen. Diese riechen in der Regel noch nach fremden Katzen, Menschen oder anderen Haustieren und werden daher nur ungern von der Katze angenommen.

Der Katze Abwechslung schenken beim Spielen

Gerade junge Katzen haben so viel Energie, dass sich der eine oder andere Besitzer scher damit tut, die kleinen Vierbeiner auszulasten. Hier ist ein wenig Zeit und Einfühlungsvermögen gefragt, um der jungen Katze die Abwechslung zu bieten, welche sie braucht. Nicht fehlen sollte eine sogenannte Katzenangel und alle möglichen Bälle, Kunstmäuse und anderes Spielzeug für Katzen, welches die Katze jagen und fangen kann. Bei einem schönen Fangspiel wird nicht nur der Körper, sondern auch das Köpfchen des Stubentigers ausgelastet. Zudem werden die Krallen automatisch gewetzt, wenn zum Beispiel die künstliche Maus gefangen und anschließend noch damit gespielt wird. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Spielzeug aus einem Material besteht, welches beim Abwetzen der Krallen hilft. Zudem sollte die Katze das Spielzeug nach dem Fangen noch eine ganze Weile behalten dürfen, um die Krallen effektiv zu nutzen.

Weil Langweile ein häufiger Grund für das Kratzen an Möbel ist, muss der Katzenhalter erfinderisch werden. Meisten gibt es in einem Haushalt noch weitaus mehr Objekte, mit denen junge Katzen nur allzu gerne spielen. Leere Kartons von der letzten Online-Bestellung werden zum Beispiel von den meisten Katzen sehr gerne als Versteckmöglichkeit angenommen. Auch raschelndes Papier oder alles, was rollt, zieht den Blick eines jungen, verspielten Stubentigers magisch an. Hauptsache, der Besitzer sorgt dafür, dass sich das Objekt bewegt und von der Katze spielerisch erlegt werden kann. Wird der Karton mit einem Inhalt gefüllt, der bei Berührung Geräusche macht, wirkt das auf neugierige Katzen gleich noch attraktiver. Zudem sorgt klapperndes Spielzeug dafür, dass alle Sinne des Tieres genutzt werden und die Katze in der Zukunft weniger empfindlich auf fremde Geräusche reagiert.

Generell ist es vor allem in den ersten Wochen nach dem Einzug wichtig, dass die Katze viel Neues kennenlernt und alle Sinne beim Spielen nutzt. Das sorgt auch dafür, dass weniger Stress angestaut wird.

Einfache Kratzbäume für Katzen

Das erste und wichtigste Hilfsmittel, wenn die Katze an Möbeln oder sonstigen Gegenständen kratzt.

Es muss auch nicht immer gleich der teuerste und größte Kratzbaum sein. Manchmal reicht als erste Maßnahme bereits ein günstiger Kratzbaum und/oder ein Kratzbrett in der Nähe der üblichen Kratzattacken. Beim Kauf sollte jedoch auch bedacht werden, dass ein hochwertiger Kratzbaum mit guter Materialqualität auch durchaus robuster ist und länger hält. Zum Schutz und Wohl der übrigen Möbel also durchaus eine lohnenswerte Investition, sofern der Stubentiger natürlich seinen Kratzbaum auch annimmt. Für qualitativ hochwertigere Modelle empfehlen wir immer gerne einen Blick auf die Modelle von RHR-Quality. Diese sind zwar etwas teurer, bieten dafür aber auch qualitativ hochwertige Materialien und eine besondere Robustheit. Als Einstieg oder als Zweitkratzbaum reicht aber durchaus auch eines der folgenden Bestseller Modelle auf Amazon.

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Zuletzt aktualisiert am 2021-07-26 um 20:07 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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